* Häufig gestellte Fragen

Warum hat die Stiftung einen englischen Namen?

Wie viel von meiner Spende kommt wirklich da an, wo es benötigt wird?

Warum jetzt noch eine GEW Stiftung zur Kinderarbeit? Gibt es nicht schon genug Organisationen, die zu dem Thema arbeiten?

Welche Partner unterstützt fair childhood?

Was können wir gemeinsam gegen Kinderarbeit tun?

Was ist fair childhood?

Warum hat die Stiftung einen englischen Namen?

Über die Namensfindung haben wir lange diskutiert. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir uns der englischen Sprache bedienen müssen, wenn wir international tätig sein wollen. Wir wollen und müssen in unseren Bemühen, den internationalen Kampf gegen Kinderarbeit zu unterstützen, in anderen Kontinenten aktiv werden. Dort versteht man aber nun mal eher Englisch. Vor unserer Entscheidung haben wir eine empirische Befragung unter Pädagoginnen und Pädagogen, Schülerinnen und Schülern, Kommunikations- profis und Menschen "auf der Straße" durchgeführt. Nicht ein einziger Befragter hat sich an dem englischen Namen gestört. Deshalb haben wir uns für fair childhood entschieden, zumal der Name sehr gut ausdrückt, worum es uns geht.

Wie viel von meiner Spende kommt wirklich da an, wo es benötigt wird?

Ich darf ihnen zugleich versichern, dass wir uns selbstverständlich bemühen werden, die uns zur Verfügung gestellten Gelder so wirtschaftlich und wirksam wie möglich für die in der Stiftungssatzung festgelegten Ziele einzusetzen.

Dabei orientieren wir uns an den Standards und Vorschlägen, wie sie zum Beispiel vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen/DZI und von der Initiative Transparente Zivilgesellschaft/ITZ (Tranparancy International Deutschland e.V.) formuliert worden sind.

Warum jetzt noch eine GEW Stiftung zur Kinderarbeit? Gibt es nicht schon genug Organisationen, die zu dem Thema arbeiten?

Es liegt uns fern, mit anerkannten Kinderrechts- und Entwicklungs- organisationen, die gute Arbeit im Kampf gegen Kinderarbeit leisten, in Konkurrenz zu treten. Wir denken jedoch, dass eine Bildungsgewerkschaft wie die GEW, die sich weltweit für das Recht auf Bildung für alle einsetzt, die Augen nicht davor schließen darf, dass Millionen Kinder arbeiten müssen und deshalb nicht zur Schule gehen können. Der Kampf gegen Kinderarbeit und für Bildung ist eine gewerkschaftliche Aufgabe. Wir sind davon überzeugt, mit der Stiftung etwas Neues zu schaffen, von dem wir hoffen, das viele Menschen sich angesprochen fühlen und zusätzliche Bereitschaft zeigen, sich für diese wichtige Aufgabe zu engagieren.

Welche Partner unterstützt fair childhood?

fair childhood unterstützt sowohl Gewerkschaften wie auch Nichtregierungs- organisationen, die sich gegen Kinderarbeit und für Bildung engagieren. In zahlreichen Entwicklungsländern sind Bildungsgewerkschaften gegen Kinderarbeit aktiv. Lehrergewerkschaften können eine wichtige Rolle bei der Prävention und Beseitigung von Kinderarbeit spielen. Ein solches Engagement kann die Gewerkschaft auch stärken.

Was können wir gemeinsam gegen Kinderarbeit tun?

Mit ihrer Kampagne will die GEW den Bildungsbereich erreichen, aber auch darüber hinaus jeden einzelnen ansprechen, denn jeder von uns kann etwas tun und bei der Schaffung „kinderarbeitsfreier Zonen“ mithelfen.

Kinderarbeitsfreie Zonen bestehen überall dort, wo keine Produkte aus Kinderarbeit anzutreffen sind. Insofern kann jeder Kühl- und jeder Kleiderschrank, der Frühstückstisch, das Arbeits- oder Kinderzimmer, ein Regal im Supermarkt oder der Blumenladen um die Ecke zu einer kinderarbeitsfreien Zone werden. Man muss sich nur Gedanken darüber machen, woher die Spielsachen im Kinderzimmer, das T-Shirt bzw. die Baumwolle im Kleiderschrank, der Kaffee in der Tasse und der Schokoriegel für den kleinen Hunger kommen und seine Kaufentscheidungen bewusster treffen.

Über diese persönliche Entscheidung kann man in der Familie, mit Freunden, Nachbarn und Arbeitskolleginnen und –kollegen sprechen. Als Unterstützung kann man www.helpedia.de nutzen. Vielleicht lässt sich sogar die Blumenfrau von nebenan überzeugen, beim Einkauf der Ware künftig auf „saubere“ Blumen zu achten.
Die neueste Verbraucherbroschüre „Kinderarbeit“ von terre des hommes www.tdh.de hat ca. 20 Produktbereiche ausgewiesen, in denen Kinderarbeit vorkommt, und gibt nützliche Hinweise für sicheres Einkaufen.
Ebenso finden sich bei Fair Trade www.fairtrade.de viele Informationen und interessante Anregungen z. B. unter dem Menüpunkt „Und ich?“ in den Rubriken „Produkte“, „Engagieren: Was kann ich selber tun?“, „Bildungsangebote“ oder „Marktforschung“.

Pädagoginnen und Pädagogen können das Thema Kinderarbeit im Unterricht besprechen und Aufklärungsaktionen in der Schule und deren Umfeld durchführen.
Schülerinnen und Schüler können als „investigative Journalisten“ ausschwärmen, um in der Stadt, in den Supermärkten und Kaufhäusern, beim städtischen Beschaffungsamt ... nach Spuren von Kinderarbeit recherchieren. Vielleicht bekommen sie sogar Unterstützung von den journalistischen Profis der Regionalzeitung. Auf diese Weise können Reportagen, Interviews, Bildberichte, Videodokumentationen ...entstehen.
Dieses Material kann in der Schulzeitung veröffentlicht oder der Regionalzeitung zur Veröffentlichung angeboten werden. Zugleich kann es Grundlage für eine öffentliche Schulveranstaltung werden.

Ziel ist es: Möglichst viele Menschen über das schreckliche Schicksal der arbeitenden Kinder in den Schwellen- und Entwicklungsländer aufzuklären und offen zu legen, dass wir mit unserem Konsumverhalten auch ein Teil des Problems sind.

Natürlich kann man auch Spendenaktionen für fair childhood starten: Schulfeste, Schulbazar, Schülerläufe ... und vieles mehr sind denkbar.

Was ist fair childhood?

fair childhood ist eine Treuhandstiftung. Sie wird vom Stiftungsfonds „Kinderfonds“, einer rechtsfähigen Stiftung, verwaltet. Durch den Treuhänder wird auch die Kontrolle des Finanzamts und der Stiftungsaufsicht sichergestellt.

fair childhood ist als gemeinnützige Stiftung anerkannt. Dies hat das Finanzamt München am 7. Mai 2013 bescheinigt. Für fair childhood bedeutet dies, dass Spenden nur für gemeinnützige Ziele im Sinne des Stiftungszwecks ausgegeben werden dürfen. Träger von fair childhood geförderten Projekten müssen ebenfalls gemeinnützige Organisationen sein bzw. im Falle ausländischer Organisationen einen vergleichbaren Status haben.

Der Stiftungszweck von fair childhood ist in der Satzung formuliert:

„Die Stiftung hat den Zweck, dem Verbot der Kinderarbeit Geltung zu verschaffen und die Verwirklichung des Rechts auf Bildung zu befördern.“

fair childhood versteht sich als „operative Förderstiftung“. Sie will gemeinsam mit erfahrenen und kompetenten Kooperationspartnern - hierzulande und vor Ort – eigene, am Satzungszweck orientierte Projekte entwickeln und fördern und entsprechend agieren.


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